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Herbstkonzert 2026
Scotland the Brave, traditional (Dudelsack)
John Dowland (1563–1626), Ayres (Chor, Mezzosopran und Klavier)
Leopold Koželuch (1747–1818), Schottisches Trio g-moll, 3.Satz (Trio)
Ludwig van Beethoven (1770–1727), Schottische, irische und walisische Lieder op.8 (Chor und Trio)
Leopold Koželuch, Schottisches Trio A-Dur, 3.Satz (Trio)
Schottische und irische Lieder (Mezzosopran und Klavier)
Terry Tully, The pumpkin’s fancy (Dudelsack)
Irish Folk Songs arr. Gwyn Arch (1931-2021) (Chor und Trio)
Highland Cathedral, traditional (Chor und Dudelsack)
Freitag, 6. November 2026, 19.30 Uhr
Französische Kirche Bern
Mitwirkende
Valentine Stadler, Mezzosopran
Marta Kowalczyk, Violine
David Pia, Violoncello
Riccardo Bovino, Klavier
Stephan Züger, Dudelsack
Oratorienchor Bern
Olga Pavlu, Leitung

Bild: Patrycja Pioch-Makurat
Die lyrische Mezzosopranistin Valentina Stadler ist als Opern- und Konzertsängerin international gefragt.
Sie gastiert an Opernhäusern und bei Festivals wie dem Teatro Comunale di Bologna (Cherubino), beim Teatro Regio di Parma (Fidalma in Il Matrimonio segreto), bei den Audi Sommerkonzerten (Stéphano), bei den Innsbrucker Festwochen (Gismonda in Ottone) und an der Semperoper Dresden (Modestina in Il viaggio a Reims). Dabei arbeitet sie mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Jonathan Nott und Keri-Lynn Wilson.
Am Theater Basel gab Valentina Stadler in den Spielzeiten 2023-2025 ihre Rollendebuts als Rheintochter (Wellgunde) und Walküre (Siegrune) in Wagners Ring der Nibelungen. Ausserdem hat sie am Teatro Carlo Felice in Genova unter Michael Zlabinger als Leda in Richard Strauss` Oper Liebe der Danae, am Theater Luzern die Partie des Prinzen Orlofsky in einer Neuproduktion der Fledermaus von Johann Strauss und als Maddelena in Verdi’s Rigoletto an den Bühnen Bern ihr Debüt gegeben.
In Zukunft warten u.a. Debuts am Theater Aachen, bei der Fondazione Haydn, den Bochumer Symphonikern und dem MDR Sinfonieorchester im Gewandhaus Leipzig.
Auf der Konzertbühne arbeitet sie regelmässig mit Jérémie Rhorer zusammen und ist mit ihm in dieser Saison als Contessa Ceprano in Verdi‘s Rigoletto in der Philharmonie de Paris zu erleben. In der Spielzeit 24/25 sang sie unter Rhorer Mendelssohns Sommernachtstraum beim Musikfest Stuttgart und dem Festival Berlioz und in Verdi`s La Traviata (Flora) in der Philharmonie de Paris. Zuletzt gab sie ihr erfolgreiches Debut in der Alt Partie in Schmidt‘s Buch mit sieben Siegeln unter Fabio Luisi mit dem OCNE in Madrid.
Weitere Engagements führten sie zum Orchestra Sinfonica della Rai (Ion Marin), zu den Salzburger Festspielen (Riccardo Minasi) und an die Staatsoper Berlin (Giuseppe Mentuccia). Bei der Filarmonica Toscanini sang sie Mahlers Des Knaben Wunderhorn Lieder und wurde im 2024 mit Beethoven`s 9. Symphonie (Enrico Onofri) erneut eingeladen.
Valentina Stadler, geboren in Karlsruhe, studierte in New York und Berlin.
Sie war mehrere Spielzeiten am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert und debütierte dort als Dorabella, Zweite Dame, Hänsel, Concepciòn und Maddalena.

Bild: Anita Wąsik-Płocińska
Marta Kowalczyk, Violine
Eine Geigerin "einfach hervorragend in Bezug auf Engagement, Musikalität und technische Beherrschung" - so wurde Marta Kowalczyk von der Londoner "The Times" nach ihrem Konzert in der Londoner Wigmore Hall beschrieben.
Marta Kowalczyk wurde in Polen geboren und begann mit sieben Jahren Violine zu spielen. Nach ihrem Abschluss an der Frederic Chopin University of Music in Warschau absolvierte sie einen Master of Arts mit Auszeichnung und den Kurs „Advanced Diploma in Performance“ an der Londoner Royal Academy of Music, wo sie bei György Pauk studierte. 2017 absolvierte sie ein Programm in der Stauffer Academy in Cremona als Studentin von Salvatore Accardo.
Zu ihren Auszeichnungen zählen der Royal Philharmonic Society Award, der J&A Beare Preis und der Grand Prix mit zwei Sonderpreisen beim internationalen Ludwig van Beethoven Kammermusik-Wettbewerb in Polen. Auch bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ging sie als Preisträgerin hervor, so beim Johannes Brahms Wettbewerb in Österreich und dem Internationalen China Violinwettbewerb in Qingdao. Von der Academia Musicale Chigiana wurde ihr das „Diploma d'onore” verliehen.
Sie gibt regelmässig Solo- und Kammermusikkonzerte in Europa und den USA, und gastiert bei Festivals wie Bruno Giuranna’s La Musica in Sarasota, Florida, Salerno Kammermusik Festival, Chopin and his Europe Festival in Warschau, Beethoven Osterfestival, Internationales Musikfestival Busan Maru in Südkorea, Krzysztof Penderecki Musikfestival in Polen und viele andere. Sie hat mit renommierten Musikern wie Salvatore Accardo, Bruno Giuranna, Maxim Vengerov, Sir Mark Elder, Beatrice Rana, Christian Poltéra, Enrico Pace, Enrico Dindo, Barry Douglas, Arto Noras, Antoni Wit und Krzysztof Penderecki zusammengearbeitet. In den Jahren 2015-2017 war sie die Professorin an der Chopin Universität für Musik in Warschau.
Zu ihren letzten Auftritten gehören Recitals in der Londoner Wigmore Hall, eine USA-Tour mit den Sibelius and Wieniawski concertos, Vorführungen mit dem Sinfonia Iuventus, dem polnischen Radioorchester sowie Konzerte in St Martin- in-the-Fields, St James’s Piccadilly, der Philharmonie Bratislava und dem Concertgebouw Recital Hall in Amsterdam.
Seit 2017 ist Marta Kowalczyk 1. Koordinierte Konzertmeisterin des Sinfonieorchesters Basel.
Marta Kowalczyk ist künstlerische Leiterin von zwei internationalen Musikfestivals, die jährlich in Polen stattfinden – Klasyka Warszawy und Wieczory Narodów in Kołobrzeg. An diesen Festivals nehmen herausragende Künstler teil, deren Schwerpunkt auf der Ausbildung der nächsten Musikergeneration und der Gewinnung eines zukünftigen Publikums für klassische Musik liegt.
Im Jahr 2018 hat Marta Kowalczyk ihre Debüt-CD mit Krzysztof Pendereckis 1. und 2. Sonate und "La Follia" aufgenommen, die in Polen von der Bank Santander in einer Auflage von zwei Millionen Exemplaren vertrieben wurde.

Bild: Patrycja Pioch Makurat
David Pia ist ein Schweizer Cellist und Professor an der Haute école de musique de Genève. Mit seiner charakteristischen Mischung aus klanglicher Tiefe und interpretatorischer Neugier erweitert er das klassische Repertoire und eröffnet neue künstlerische Horizonte.
Bereits früh in seiner Laufbahn erlangte er internationale Anerkennung als Preisträger des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau, wo er auch für die beste Interpretation des Auftragswerks ausgezeichnet wurde. Als Solist trat er mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, dem Berner Symphonieorchester, der Camerata de Lausanne, der Essener Philharmonie und den Münchner Symphonikern auf.
Als Solo-Cellist war er unter anderem beim Münchner Rundfunkorchester, am Staatstheater am Gärtnerplatz München und beim Berner Symphonieorchester tätig. Darüber hinaus arbeitete er projektweise mit führenden Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, der Bayerischen Staatsoper München, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Münchner Philharmonikern, dem Münchener Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Basel, dem OCL Lausanne und dem Orchestre de la Suisse Romande in Genf.
Im Bereich der Kammermusik musizierte er mit Künstlern wie Bobby McFerrin, Kit Armstrong, Daishin Kashimoto, Menahem Pressler und Antoine Tamestit. Er trat bei Festivals wie „Young Artists in Concert“ in Davos, dem „Septembre Musical“ in Montreux, dem Ravinia Festival und „Chamber Music connects the World“ in Kronberg auf. 2015 wurde er mit dem Swiss Ambassador’s Award ausgezeichnet, gefolgt von einer Tournee durch Großbritannien mit einem Auftritt in der Wigmore Hall in London.
Seine musikalische Ausbildung erhielt er bei Antonio Meneses an der Hochschule für Musik in Basel und bei Clemens Hagen an der Universität Mozarteum in Salzburg. Er war Solo-Cellist des Gustav Mahler Jugendorchesters und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Herbert Blomstedt und Philippe Jordan. Später assistierte er Antonio Meneses an der Hochschule der Künste Bern und war in Freiburg im Breisgau künstlerisch mit Jean-Guihen Queyras verbunden, dem er zeitweise auch assistierte. Er unterrichtete Meisterklassen an renommierten Institutionen und Festivals weltweit.
Seine künstlerische Arbeit vereint technische Brillanz mit einer tiefen Verwurzelung in der musikalischen Tradition. Als Enkel des Bach-Interpreten Karl Richter führt er ein reiches musikalisches Erbe fort und prägt zugleich eine unverwechselbare eigene Stimme.
Er spielt ein Violoncello von Giovanni Grancino (1697). Zuvor war ihm das Stradivari-Cello „De Kermadec Bläss“ (1698) anvertraut – ein Instrument, zu dem er bis heute eine besondere Verbindung pflegt, auch durch seine enge Zusammenarbeit mit der Stiftung, die es beherbergt.

Bild: @daniele.caminiti
Riccardo Bovino, Pianist, Dirigent, Kammermusiker, Künstlerischer Leiter "Stimmen zu Gast" und leidenschaftlicher Astrofotograph wurde in Turin (Italien) geboren und studierte Klavier zuerst in seiner Heimatstadt.
Er setzt sein Studium in Basel (Schweiz) bei Jürg Wyttenbach und Gérard Wyss fort.
Seine Vorliebe für Kammermusik und Gesang führt ihn, parallel zu einer intensiven solistischen Tätigkeit, mit Künstlern wie David Garrett, Sol Gabetta, Gautier und Renaud Capuçon, Patricia Kopatchinskaja, Jennifer Larmore, Hans Peter Blochwitz, Daniel Behle, Reto Bieri, Mirjam Tschopp, Quartetto di Cremona bei Konzerten und Aufnahmen zusammen.
Riccardo Bovino war Gast u.a. In der Tonhalle Zürich, der Wigmore Hall London, dem Musikverein Wien, dem Coliseo Buenos Aires, dem Concertgebow Amsterdam, dem Rudolfinum Prag sowie dem Stadt Casino Basel und bei Festivals wie dem Lucerne Festival, "Settimane musicali" Stresa, Menuhin Festival in Gstaad, “Les Muséiques” Basel, dem Båstad Chambermusic Festival.
2004-2007 studiert Riccardo Bovino als Dirigent bei Dennis Russel Davies am Mozarteum in Salzburg.
Er hat für CPO, Pan classics und GENUIN aufgenommen.
Zahlreich sind auch die Aufnahmen, die er für verschiedene Rundfunkstationen Europas gemacht hat (u.a. Radio DRS 2, ORF 1, Radio France, Swedish Radio).
Er ist Dozent an der Hochschule der Künste Bern.

Bild: ?
Stephan hat im Alter von sieben Jahren mit dem Dudelsackspielen begonnen. Bei den Pipes and Drums of Basel wurde er ausgebildet und anschliessend als Aktivmitglied aufgenommen. Mit den Pipes and Drums of Basel hat er schon viele Auftritte im privaten und öffentlichen Rahmen bestritten. Vor ein paar Jahren hat er, als Teil der Wettkampfgruppe der Pipes and Drums of Basel, auch an verschiedenen nationalen und internationalen Wettkämpfen erfolgreich teilnehmen können. Zudem hatte er die Möglichkeit, mit der Lomond and Clyde Pipe Band (Grade 2) aus Glasgow, während zweier Saisons an Wettkämpfen teilzunehmen und internationale Titel zu gewinnen.
Unterdessen ist er Pipe Sergeant der Pipes and Drums of Basel und hat vor vier Jahr die Ausbildung der Anfänger übernommen.
Nebst den Pipes and Drums of Basel ist Stephan seit 2012 auch Mitglied bei den Swiss Highlanders. Diese Formation hat es sich zum Hauptziel gesetzt, an verschiedenen Tattoos teilzunehmen. So kommt es, dass er, neben Tattoos in Deutschland und Kanada, auch schon an mehreren Basel Tattoos mitgespielt hat.

Die Schweizerin mit tschechischen Wurzeln absolvierte ihre Studien in Orchesterdirigieren und Chorleitung am Prager Konservatorium sowie an der Musikhochschule in Basel bei Manfred Honeck, Ralf Weikert und Hans-Martin Linde. Ihr Dirigierstudium hat sie noch um Klavier-, Gesangs- sowie Theoriestudium erweitert. heute ist Olga Pavlu als vielseitige Dirigentin tätig.
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